Orchideen verblüht? 10 Fehler, die Sie vermeiden sollten 2.18/5 (11)

Lesen Sie hier die 10 häufigsten Fehler in der Orchideen Pflege, die Sie unbedingt vermeiden sollten! Suchen Sie nach mehr Anregungen? Es gibt auch einen Videokurs!

Schöne Orchideen vor braunem Hintergrund1. Zuviel gießen – besser baden

Orchideen reagieren regelrecht allergisch auf zuviel Wasser. Sie mögen es garnicht, wenn Sie im Wasser stehen. Diese sogenannte „Staunässe“ sorgt eher für schlechtere Ergebnisse. Leider gibt es keine allgemein gültige Regel, weil jede Art andere Bedürfnisse hat. Als Richtwert können Sie jedoch folgendes annehmen: Gießen Sie Ihre Lieblinge im Sommer, wegen der insgesamt höheren Temperatur und der damit vermehrten Verdunstung, zweimal pro Woche, im Winter nur einmal pro Woche. Achten Sie besonders darauf, dass nicht aufgenommenes Wasser wieder abtropfen kann. Oder probieren Sie noch besser, Ihre Orchideen zu baden.

2. Zuviel Sonne, aber auch absoluter Schatten

Kurz gesagt: Sie sollten Extreme in der Orchideen Pflege vermeiden. Diese Pflanzen mögen es nicht, dauernd in der Sonne zu stehen, wie wir Menschen! Sie mögen aber auch nicht ausschließlichen Schatten, denn viel Licht mögen sie schon. Haben Sie ein Platz nahe am Fenster, auf dem nur zeitweise die Sonne scheint? Da sollten Sie es probieren! Man sagt, dass eine Fensterbank zur Ost- oder Westseite gut funktioniert.

3. Jede Art von Zugluft

Haben Ihre Orchideen mal plötzlich ihre Blätter abgeworfen? Dann haben Sie sie vielleicht im Durchzug stehen lassen. Permanente Zugluft bekommt den Orchideen nicht. Aufgepasst: Auch Heizungen produzieren durch die Erhitzung der Luft einen permanenten Luftstrom. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie auf den Einsatz des Heizkörpers unter Ihrem Orchideen-Fenster verzichten können.

4. Sehr viele Nährstoffe, der falsche Dünger

Hier wird es etwas komplizierter. Jede Pflanze braucht Nährstoffe, aber oft meint man es mit den Orchideen eher zu gut. Sie brauchen nicht viele Nährstoffe! Und allzu viele Mineralien sind sogar schlecht für die Pflanze. Sie beginnt dann langsam zu sterben, und zwar da, wo man es erstmal nicht sieht: An den Wurzeln! Thema Dünger: Verwenden Sie unbedingt speziellen Orchideen-Dünger, der hat normalerweise in etwa die richtige Mischung. Normaler Pflanzendünger auf dem Baumarkt überfordert Orchideen eher.

5. Umtopfen zur falschen Zeit

Welches ist denn die richtige Zeit? Zunächst mal sollten Sie das nicht zu häufig tun! Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Pflanze mehr Platz im Topf braucht, dann überlegen Sie, wann es das letzte Mal soweit war. Alle 2 Jahre ist genug! Einige Tage oder eine gute Woche vor dem Umtopfen mag die Orchidee gern etwas Dünger. Der ideale Zeitpunkt ist das Frühjahr! Tipp, wenn Sie viele Orchideen haben: Schreiben Sie auf ein Klebeetikett den Termin des letzten Umtopfens und kleben Sie es unten oder an der Seite an den Topf. So können Sie sich nicht irren. Nach dem Umtopfen ein paar Tage nicht gießen oder baden. Es gibt übrigens hier auch eine Seite zum Umtopfen von Orchideen.

6. Sehr kaltes Wasser zum gießen oder baden

Orchideen halten nicht so gut starke Temperatur-Unterschiede aus. Das liegt daran, dass in Ihrer Heimat das Klima bis auf wenige Ausnahmen eher ausgewogen warm ist. Haben sie sich an die Raumtemperatur gewöhnt, mögen sie es nicht, mit viel kälterem Wasser „überrascht“ zu werden. Tipp: Füllen Sie die Gießkanne einfach nach dem gießen wieder auf. Und beim Bad achten Sie auf Raumtemperatur.

 7. Zuviel Kalk im Wasser

Haben Sie in Ihrer Gegend auch „hartes Wasser“? Ist der Wasserkocher ständig verkalkt? Das ist nichts für Ihre Orchideen! Zuviel Kalk im Wasser hemmt das Wachstum dieser Pflanzen. Tipp: Fangen Sie Regenwasser auf und nutzen Sie es für die Bewässerung Ihrer Pflanzen! Das hat viel weniger Kalk und tut ihrer Orchidee normalerweise gut. Aber aufpassen wegen Fehler 5 😉 Zweiter Tipp: Nutzen Sie einen Wasserfilter, um den Kalk aus dem Wasser herauszubekommen.

8. Orchideen falsch beschneiden

Eigentlich sollte man Orchideen garnicht beschneiden. Abgestorbene Blätter gibt es natürlich ab und zu (manche Arten werfen ihre Blätter sogar alle ab), aber die fallen eigentlich von selbst ab. Da braucht man also nix zu schnibbeln. Will man ganze Pflanzenteile entfernen, sollte man lieber ein Messer statt einer Schere verwenden. So werden nicht unnötig viele Zellen der Pflanze zerquetscht.

9. Fest in Blumenerde einpflanzen

Das ist ein echter Klassiker! Vor kurzem umgetopft und nun geht garnichts mehr! Das liegt gern daran, dass man statt Orchideen-Substrat normale Blumenerde benutzt hat. Was ist Substrat? Es ist eine Mischung aus verschiedenen natürlichen Stoffen wie Rinden, Moos und Torf, die Wasser halten, die Wurzeln aber nicht ersticken, sondern Luft daranlassen. Öfter sind auch andere Materialien enthalten, wie z.B. Blähton. Orchideensubstrat kann man im Handel kaufen. Es empfiehlt sich, nicht das billigste zu nehmen.

10. Einen undurchsichtigen Topf verwenden

Warum sollte man einen durchsichtigen Topf benutzen? Das ist in vielfacher Hinsicht gut und praktisch, aber es gibt einen wirklich wichtigen Grund: Die Wurzeln der Orchidee enthalten Chlorophyll, das für die Photosynthese gebraucht wird. Und wenn kein Licht auf die Wurzeln fällt, dann wird auch kein Kohlendioxyd verarbeitet und man nimmt der Pflanze einen Teil ihrer Energie, die sie dadurch bekommt. Praktisch ist das aber auch, weil man sehen kann, wann die Orchidee wieder Wasser braucht. Das ist dann der Fall, wenn die Wurzeln beginnen, silbrig zu glänzen.

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